Inselanlagen

Ob für freistehende Häuser, abgelegene Bauernhöfe oder ganze Dörfer, überall in der ganzen Welt finden sich Anwendungsmöglichkeiten für die autarke Stromversorgung mit einem Inselsystem. Zumeist werden Sie dort eingesetzt, wo eine Verkabelung mit dem öffentlichen Netz aufwändiger,  als die eigene Elektrizitätsquelle wäre. Aus Kostengründen erfolgte dies früher nur mit Dieselgeneratoren. Aufgrund steigender Brennstoffkosten (auch für die beschaffung) und sinkender Modulpreise betreibt man diese heute vermehrt mit Solarstrom, vor allem in südlichen Breitengraden.
Zu den kleinen  Inselsystemen zählen hier z.B. Parkscheinautomaten, Verkehrsüberwachungssysteme, Verkehrszeichen, Seezeichen, aber auch Boote, Wohnmobile, u.s.w.

Wichtigste Aufgabe bei der Planung einer Inselanlage ist die Abstimmung zwischen Energieverbrauch und Energieangebot. Desweiteren natürlich auch der Blick in die Zukunft, ob das Netz erweitert werden soll. Um eine hohe Verfügbarkeit der Inselanlage zu erreichen, ist eine sorgfältige Aufstellung über den täglichen Stromverbrauch notwendig.

Um eine Versorgung von für Netzwechselspannung (220V) ausgelegten Geräten zu garantieren, ist bei Inselsystemen eine halbwegs konstante Frequenz von 50 bzw. 60 Hertz notwendig. Dies wird durch die Drehzahlregelung des Generators oder bei Gleichstromquellen (Solarmodulen, Akkumulatoren) durch den Wechselrichter erreicht.

Die Dimensionierung einer Photovoltaik-Inselanlage ist unter anderem vom Standort (Solarstrahlung, Ausrichtung und Bebauung/Vegetation) sowie auch von der Jahreszeit abhängig, in der sie genutzt werden soll. Zusätzlich wird mit möglichst sparsamen Geräten gearbeitet, um die Inselanlage möglichst klein und damit kostengünstig bauen zu können. Durch Akkumulatoren werden Verbrauchsschwankungen ausgeglichen.
Zur Nachladung der Akkumulatoren können Solarmodule, Windräder oder Dieselaggregate dienen. Kombiniert man mehrere unterschiedliche Generatoren, spricht man von einem Hybrid-System.
Laderegler schützen den Akku vor Überladung. Schädliche Tiefentladung verhindert eine Lastabwurfschaltung.

Solarbetriebene Wasserpumpen können in Regionen mit starker Sonneneinstrahlung zur Wasserversorgung und Bewässerung verwendet werden. Ihr Einsatz ist besonders sinnvoll, da Sonneneinstrahlung und Wasserbedarf oft zeitgleich auftreten.